Beim Kochen nicht auf dem Holzweg
Beim täglichen Kochen haben Menschen in den Tropen rund um den Globus das gleiche Problem: rußende Feuerstellen und damit ungesunden Qualm in den Hütten, der Mensch und Klima gleichermaßen belastet. Fast die Hälfte der Erdbevölkerung, geschätzt über drei Milliarden Menschen, kocht mit Pflanzenresten, Dung, Holzkohle - und vor allem Holz. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sterben laut Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich an Atemwegserkrankungen - Folge der Holzverbrennung und Innenraumluftverschmutzung.
NatureLife unterstützt deshalb ein wegweisendes Projekt, in dem der Hausgerätehersteller Bosch/Siemens/Hausgeräte (B/S/H/) in Kooperation mit Universitäten, darunter der Universität Hohenheim, sowie Umwelt- und Entwicklungsorganisationen an einer Lösung arbeitet. Der B/S/H/ ist es jetzt gelungen, eine CO2-neutrale Antwort auf das Kocher-Problem zu finden. Sie lautet Pflanzenöl statt Holz oder Kerosin, und Protos heißt der Kocher. Er kann mit nahezu allen gängigen Ölen wie Kokosöl, Rapsöl, Rizinus- oder Jatrophaöl betrieben werden und verursacht dabei kaum Emissionen. In Jakarta, Indonesien, wurde in Kooperation mit einem lokalen Unternehmen die erste Serien-Produktionsstätte für den Kocher aufgebaut. Weitere Informationen:
www.bshg.com
Sind wir noch "Herr unserer Sinne" oder lassen wir uns "an der Nase herumführen"?
Überall, wo wir gehen und stehen, sind wir von synthetischen Duftstoffen umgeben und merken es kaum: Künstliche Duft- und Aromastoffe werden heute in vielen Bereichen gezielt von der Industrie eingesetzt, um Verbraucher für ihre Profitinteressen zu manipulieren und den eigenen Umsatz zu steigern. Denn mit dem Duftgeschäft werden Milliarden bewegt. Und die Risiken? Werden verschwiegen, sagen die Autoren Eva Goris und Claus-Peter Hutter im NatureLife Buchreport "Der Duft-Code", der am 24. Oktober 2011 bei Heyne (München) erscheint.
35 Jahre moderner Naturschutz im Ballungsraum
Scheinbar regungslos stehen Reiher am seichten Ufer, gemächlich schwimmen Krickenten, Stockenten und Gänse über den See. Während auf abgestorbenen Bäumen Kormorane ihre Flügel trocknen, fliegt ein türkisblau schillernder Eisvogel wie ein Pfeil nur wenige Zentimeter über das Wasser. Wäre es nach dem Willen von Kanalbauern gegangen, wäre diese Idylle im Herzen des Mittleren Neckartals gleich vor den Toren Stuttgarts, wie man sie heute an den mittlerweile als Naturschutzgebiet geschützten Baggerseen im Wiesental zwischen Freiberg und Pleidelsheim (Kreis Ludwigsburg) sowie am dortigen Altneckar erleben kann, schon vor 35 Jahren Geschichte gewesen. Planungen der damaligen Bundesschifffahrtsdirektion sahen vor, neben dem Neckarkanal, der sich von Freiberg-Beihingen bis zur Pleidelsheimer Schleuse erstreckt und aus dem Jahr 1910 stammt, ein gigantisches, doppelt so breites Kanalbauwerk zu errichten und den Erdaushub in die ehemaligen Baggerseen sowie den Altneckar zu verfüllen.
35 Jahre ist es jetzt her, dass beherzte Menschen die damalige Bürgerinitiative "Rettet die Talaue zwischen Freiberg und Pleidelsheim" gründeten. Es ist für die weit über die Landesgrenzen hinaus reichende gesellschaftliche Bedeutung des Wiesentals bezeichnend, dass aus Teilen der einstigen Bürgerinitiative die Stiftung NatureLife sowie die Euronatur-Stiftung und der Regional- sowie Kreisverband des BUND hervorgegangen sind.
Der Natur auf der Spur: Mehr Naturwissen in Stuttgarter Kindertageseinrichtungen
Gerade ist er zu Ende gegangen: Der Cannstatter Wasen. Im Hofbräuzelt von Festwirt Hans-Peter Grandl treffen sich alljährlich rund 150 Damen in Trachten zur Charity-Veranstaltung "Ladies Day", die von Maxi von Bleyle von der DEKRA e.V. koordiniert wird. Und sie kommen nicht nur zum Feiern, sondern auch zum Helfen: Denn mit Spendenaktionen unterstützen sie – zusammen mit dem Gastronom Hans-Peter Grandl – soziale Projekte. So wurde im vergangenen Jahr das Projekt "Wir und unser Essen – Nachhaltige Ernährung und Naturwissen im Kindergarten" initiiert, das von NatureLife in 100 Gruppen von Kindertageseinrichtungen in Stuttgart und Umgebung umgesetzt wird. In spannenden Mitmachaktionen erfahren schon die Jüngsten auf erlebnisorientierte und spielerische Weise, welche Obstsorten auf unseren Streuobstwiesen zu finden sind und wie aus dem Korn das Mehl und dann das Brot entsteht. So lernen sie hautnah, wie mit unseren Lebensgrundlagen nachhaltig umgegangen wird.
Neckar-Junior-Ranger
Kurz vor einer abschließenden Neckarfahrt unter dem Thema "Natur und Kultur am Fluss" nahmen die Absolventen des Neckarbildungsprojektes "Neckar-Junior-Ranger" auf dem Schiff des Neckar Käpt´n stolz ihre Urkunden entgegen. Unter dem Motto "Nur was man kennt, kann man auch schützen" wurde jetzt ein Umweltbildungs-Projekt von NatureLife mit Unterstützung der Daimler AG, der Stiftung für Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg, der Stadt Ludwigsburg und der Stadt Freiberg am Neckar durchgeführt.
Die 40 Kinder und Jugendlichen aus der Region haben in zwei Gruppen während des spannenden Ferienprogramms Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Technik im Neckartal bei Freiberg und Ludwigsburg näher erforscht. Bei Sonnenschein und guter Laune haben die Kinder und Jugendlichen auf den Uferwiesen bei Ludwigsburg-Hoheneck unter der Leitung von Eva Winkler Pflanzen und Tiere der Neckarlandschaft kennengelernt, Flussdynamik und Hochwasserschutz diskutiert und sind den Zusammenhängen zwischen Natur und Kultur in einem wirtschaftsstarken Ballungsgebiet wie dem Neckartal auf den Grund gegangen.
Ladies Day im Grandls Hofbräuzelt
Mit dem Ladies Day im Grandls Hofbräuzelt fördert der Festwirt Hans-Peter Grandl zusammen mit DEKRA e.V. soziale Projekte. Die dabei teilnehmenden Damen haben im vergangenen Jahr ihren Spendenbeitrag für das Projekt "Nachhaltige Ernährung und Naturwissen im Kindergarten" gespendet. Die Umweltstiftung NatureLife-International konnte hierzu Fachkräfte, Frau Dipl.-Geografin und Naturpädagogin Anita Henkel und Frau Dr. Katrin Fritzsch, Dipl.-Biologin und Naturpädagogin, zu rund 100 Kindergruppen in Tagesstätten und Jugendorganisationen in Stuttgart und Umgebung entsenden.
Über das Projekt informierten sich jetzt vor Beginn des traditionellen Cannstatter Wasens Frau Maxi von Bleyle, DEKRA e.V. und Koordinatorin des Ladies Day (4. von rechts) und der Festwirt und Gastronom Hans-Peter Grandl. Über den Besuch freuten sich nicht nur die Kinder der Ganztageseinrichtung Tapachstraße in Stuttgart-Rot, sondern auch deren Leiterin F. Schulze (3. von links) und ihre Kollegin.
Neckar-Junior-Ranger ausgebildet
In einem abwechslungsreichen Ferienkurs, in dem der Spaß nicht zu kurz kam, hat NatureLife mit Unterstützung der Daimler AG und der Stiftung Energie und Klimaschutz Baden-Württemberg Kindern und Jugendlichen beim Neckar-Junior-Ranger-Kurs wichtige Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur vermittelt. Die Neckarlandschaft vor der eigenen Haustüre wurde den jungen Rangern ein Stück näher gebracht. Im Rahmen einer Schifffahrt mit dem Neckar Käpt`n wurden die Kinder schließlich zum "Neckar-Junior-Ranger" ausgezeichnet.
Ziel des Projektes ist es, innerhalb von 3 Jahren 100 junge Multiplikatoren für den Neckar auszubilden. Das erste Programm wurde in Freiberg am Neckar und in Ludwigsburg angeboten. In den beiden Folgejahren konzentriert sich das Projekt auf den Oberen und Unteren Neckar.
Weiterer Termine für Interessierte von 10-14 Jahren: 23.-26. August 2011, Ludwigsburg
Wir und unser Essen
Viele Kinder wissen heutzutage kaum noch, woher die Lebensmittel kommen, die auf ihren Tellern liegen, wie sie verarbeitet werden und wie sie eigentlich ernte-frisch schmecken. Gründe dafür gibt es viele. Einer davon: Die Lebensmittelproduktion ist heute weitgehend vom direkten Umfeld der Kinder entkoppelt. Das gilt nicht nur für Kinder, die in Städten aufwachsen. Auch Kinder "vom Land" wissen häufig nicht, wie und woher die Milch auf den Frühstückstisch zu Hause kommt. NatureLife hat deshalb ein neues Modellprojekt auf den Weg gebracht. Ziel des Projekts "Wir und unser Essen. Nachhaltige Ernährung und Naturwissen im Kindergarten" ist es, Kindern auf spielerische und kreative Weise Impulse für eine gesunde und nachhaltige Ernährungsweise zu geben und die Freude am eigenen Tun zu wecken. Unter der Schirmherrschaft der Kulturbürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Dr. Susanne Eisenmann, und Werner Spec, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg, finden in 100 Kindergärten im Mittleren Neckarraum ab sofort Mitmachaktionen für Kindergartenkinder in Sachen Natur und nachhaltige Ernährung statt. Gleichzeitig werden Erzieherinnen als Multiplikatoren in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit geschult. Möglich wurde das Modellprojekt durch die Charity-Veranstaltung "Ladies-Day" im Hofbräuzelt während des Cannstatter Volksfestes vergangenen Herbst.
Hannes Jaenicke erhält NatureLife-Umweltpreis 2011
Hannes Jaenicke gibt Natur und Umwelt eine Stimme und trägt dazu bei, Mitmenschen für Arten-, Biotop- und Klimaschutz zu sensibilisieren. Dafür hat der Schauspieler, Buchautor und Filmemacher den NatureLife-Umweltpreis 2011 erhalten. Die Verleihung des Preises fand im Juni im Presseclub München am Marienplatz statt. Damit würdigte NatureLife das außergewöhnliche Engagement von Jaenicke für bedrohte Tierarten und deren Lebensräume. "Hannes Jaenicke nutzt auf glaubwürdige Weise seine Popularität als beliebter Schauspieler, um auf die rücksichtslose Ausbeutung der Natur aufmerksam zu machen und den Menschen die Schutzbedürftigkeit gefährdeter Kreaturen wie Orang-Utans, Eisbären oder Haie näher zu bringen", so NatureLife-Präsident Claus-Peter Hutter.
Mit der undotierten Auszeichnung wurde 2010 der Extrembergsteiger Reinhold Messner ausgezeichnet.
Save the Wild Coast – Eine Zukunft für die wilde Küste Südafrikas
Im Kampf für die Erhaltung der Wild Coast in Südafrika konnte jetzt ein erster Erfolg verbucht werden: Minister Shabangus’s, Minister für Mineral Resources, zog nun die 2008 erteilte Genehmigung für zwei ausländische Bergbaufirmen zum Abbau von Bodenschätzen zurück. Die Natur hat an der Wild Coast nun wieder eine Chance!
Wegen ihrer einzigartigen Vegetation und der großen Artenvielfalt gilt die Wild Coast in Südafrika als internationaler Hotspot der Biodiversität, d.h. dass es viele Pflanzen- und Tierarten nur hier – und nirgendwo sonst auf der Welt – gibt. Die Wild Coast besitzt neben einer großen Vielfalt verschiedener Lebensräume auch Bodenschätze. Seit mehreren Jahren engagiert sich NatureLife gemeinsam mit der in Südafrika ansässigen Stiftung SWC für den Erhalt dieses Küstenabschnitts und gegen Ausbeutung und Zerschneidung der Landschaft u.a. durch Tagebauminen und eine Autobahn.
Melanie Hafner, Kornelia Lauser, Katrin Pütz (von oben nach unten
NatureLife Nachhaltigkeitspreise 2011
Erstmals im Jahre 2011 stiftete NatureLife-International den NatureLife-Nachhaltigkeitspreis in den Kategorien "Umweltmanagement" und "Tropenökologie". Ausgezeichnet wird die jeweils beste Master Thesis oder Diplomarbeit oder Doktorarbeit, die am Lehrstuhl für Umweltmanagement der Universität Hohenheim bzw. im Bereich des interdisziplinär angelegten Tropenzentrums der Universität Hohenheim im Vergabezeitraum angefertigt wurde und dabei auch den Transfer auf praxisrelevante Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens abdeckt.
Das diesjährige Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro in der Kategorie "Umweltmanagement" teilen sich Melanie Hafner und Kornelia Lauser. Beide haben im Jahre 2010 am Lehrstuhl für Umweltmanagement sehr gute praxisbezogene Diplomarbeiten in den Themenfeldern des Nachhaltigkeitsmanagements/Nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlagen angefertigt:
Der mit ebenfalls 1000 € dotierte Preis in der Kategorie "Tropenökologie" geht an Katrin Pütz, die mit ihrer Arbeit über "Biogas transports and logistics to commercialise biogas in developing countries" dazu beigetragen hat, einen Biogastransportbehälter zu entwickeln.
Projekt "Wasser-Wissen"
Wie kommen Umwelt- sowie Nachhaltigkeitsbildung und Verbraucheraufklärung zusammen? Die Schwarzwald-Sprudel mit Sitz in Bad Peterstal-Griesbach bietet jetzt in Zusammenarbeit mit NatureLife Betriebsführungen an der Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie für Schülerinnen und Schüler, Vereine/Verbände und Lehrer an. Mineralwasser-Unternehmen wie die Schwarzwald-Sprudel GmbH nehmen als "Gewissen des Grundwassers" eine besondere und öffentlich bedeutsame Rolle wahr. Schwarzwald Sprudel lässt sich als Einrichtung mit hohem Wissen über die Lage des Grundwassers als Bindeglied zwischen der verantwortungsvollen Gewinnung und Aufbereitung von Quellwasser einerseits und dem Vertrieb mit der dadurch nötigen Kommunikation mit den Kunden andererseits auch in der Rolle einer "Wasser-Akademie" verstehen. Mit dem neuen Konzept der Betriebsführungen leistet die Schwarzwald-Sprudel GmbH einen konkreten Beitrag zur Umweltvorsorge und zur Umweltbildung.
Flughörnchen mit Knopf im Ohr
So süß – und doch vom Aussterben bedroht: Die Flughörnchen leben u.a. in intakten Wäldern Asiens, wo sie bis zu 50 m weit von Baum zu Baum fliegen können. Doch ihr natürlicher Lebensraum ist gefährdet. Allein auf den Philippinen droht ein großer Teil der Primär- und Sekundärregenwälder bis 2020 abgeholzt zu werden. NatureLife hat deshalb gemeinsam mit der Lufthansa und Steiff das Flughörnchen als Plüschtier im Originalformat entwickelt. Mit dem Erlös werden konkrete Projekte zum Erhalt der Lebensräume dieser ungewöhnlichen Tiere unterstützt. Die Sonderedition Flughörnchen als Steiff-Kuscheltier ist ab sofort bei NatureLife erhältlich. Bestellung und weitere Details unter Shop.
Eingeweiht
Die Aussichtsplattform Storchennest, die NatureLife mit Unterstützung der Daimler AG und in Kooperation mit Euronatur im Rahmen des Projektes Zugwiesen am linken Neckarufer nahe Ludwigsburg-Poppenweiler installiert hat, wurde jetzt eingeweiht. Die Tafel mit einem Storch war bei der Einweihung Symbol für die bald beginnenden Bauarbeiten zur Entstehung der rund 17 Hektar großen, renaturierten Neckaraue. Danach ist Adebar hoffentlich nicht nur als Symbol auf einer Tafel, sondern in echt am Neckar zu erleben.