In den wärmeren Gebieten sind schon die ersten Molche und Kröten wieder da. Garten- und Hausbesitzer sollen jetzt besonders umsichtig sein
Stuttgart. Kaum sind in den wärmeren Gebieten – insbesondere den Tallagen des Südwestens - Eis und Schnee den ersten Vorfrühlings-Sonnenstrahlen gewichen, sind auch schon die ersten Amphibien in ihre Laichgewässer zurückgekehrt. Wie die Nachhaltigkeitsstiftung NatureLife-International mitteilte, sind bereits die ersten Molche und Kröten in Garten-Tümpeln, Teichen und Weihern gesichtet worden. „Gartenbesitzer, welche auf vielgestaltige Natur am Haus Wert legen, sind jetzt besonders gefordert“, so NatureLife-Präsident Claus-Peter Hutter. Lichtschächte am Haus und Gullis entlang der Straßen und Wege sind jetzt für Molche, Kröten und Frösche wieder tödliche Amphibien-Fallen. NatureLife-International rät deshalb allen Garten- und Hausbesitzern Gullis und Lichtschächte mit feinmaschigen Netzen abzudecken, damit die Tiere nicht hineinfallen können. Zuvor sollte kontrolliert werden, ob sich nicht schon Amphibien in Gullis und Schächten befinden.
Keinesfalls sollen jetzt noch an Teichen Säuberungsarbeiten durchgeführt werden. Wo über den Spätherbst und Winter eingefallenes Laub unbedingt entfernt werden müsse, solle dies zuerst in einen Wassereimer oder in eine wassergefüllte Wanne gegeben werden. So kann nach Angaben von NatureLife-International leicht kontrolliert werden, ob nicht versehentlich Molche und Libellen-Larven aus den Gewässern, in denen sich jetzt wieder vielfältiges Leben entwickelt, entfernt wurden. Die Tiere sollten vorsichtig in das Gewässer zurückgegeben werden. NatureLife-International empfiehlt, die Wasserbehältnisse einige Tage stehen zu lassen, weil manche Tiere erst nach und nach zum Vorschein kommen.
Bald werden auch die Wasserfrösche wieder Tümpel, Teiche und Weiher aufsuchen. Doch viele Amphibien gelangen gar nicht erst zu den Laichgewässern, weil Gullis und Schächte zu tödlichen Fallen werden. NatureLife-International empfiehlt Amphibienfallen zu entschärfen und entsprechende Bereiche mit feinmaschigen Gitternetzen abzudecken.