Signet Stiftung Umwelt und Bildung
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Rainforestation Farming

Wie Klimaschutz, Armutsbekämpfung und Bewahrung der Biodiversität zusammenkommen

Weite Gebiete der südostasiatischen Inselwelt sind durch oft steile Gebirgszüge gekennzeichnet. Große Flächen – etwa auf den Philippinen – wurden schon vor 50 oder 60 Jahren abgeholzt. Nach dem Raubbau an der Natur entstanden weitflächige Kokosmonokulturen. Nachdem jetzt jedoch die Bäume allmählich aus dem Ertrag fallen und auch der Weltmarktpreis für Kokosprodukte gesunken ist, werden die Kokospalmen gefällt, womit eine hohe Erosionsgefahr einhergeht. Durch die mit dem Klimawandel häufiger vorkommenden Taifune – deren Intensität gegenüber früheren Jahren spürbar zugenommen hat – steigt die Erosionsgefahr. Der ohnehin fragile Boden der vielfach nur mit Hartgräsern bedeckten Hänge wird abgeschwemmt; schon mehrfach haben Schlamm- und Geröllfluten ganze Dörfer verschüttet. Tausende von Menschen verloren ihr Leben; Land wird unfruchtbar.

Umweltvorsorge mit und nicht geen die Menschen ist der Grundgedanke des von NatureLife-International initiierten Rainforestation Farming. Hierbei werden Elemente umweltgerechter Landwirtschaft mit denen eines naturgemäßen Waldbaus verbunden. Abgeholzte, ehemalige Regenwaldflächen werden nicht für immer als verloren betrachtet, sondern als Chance für Natur aus zweiter Hand gesehen. Doch es muss schnell gehandelt werden, weil die Erosionsschäden rasch voranschreiten. Deshalb werden auf ehemals abgeholzten Flächen Mischkulturen aus unterschiedlichen heimischen sowie standortgerechten Baum- und Straucharten gepflanzt. Beigemischt sind je nach Gebiet Fruchtbäume, Faserpflanzen, Rattan und Bambus.

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