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Rettung für die letzten Teewälder

Wie Klimaschutz hilft, biologische Vielfalt zu bewahren und ethnischen Minderheiten eine Zukunft zu geben

Im Westen Chinas im Grenzbereich zu Laos und Myanmar in den Bulang-Bergen (Ausläufer des Himalayas), wo noch ethnische Minderheiten (Akha, Lahu und Bulang) leben, gibt es die einmalige Chance, nach jahrelanger Übernutzung des Geländes u. a. durch Opium-Anbau nachhaltige Landnutzungs-Systeme im Rahmen des von NatureLife-International auf den Philippinen bereits erprobten Rainforestation Farming zu etablieren. Das TianZi Biodiversity Reserach & Development Centre hat hierfür in Zusammenarbeit mit der Bulang Heritage Foundation eine Vereinbarung getroffen, ein Gebiet in der Ausdehnung von sechs Quadratkilometern zu renaturieren.

Im Projektgebiet gibt es noch Reste der ursprünglichen Teewälder. Der Tee – wie er heute vielfach weltweit verbreitet ist – geht auf die erste Nutzung des Bulang-Volkes zurück. Das Projekt von NatureLife-International bringt somit ökologische Zielsetzungen – insbesondere im Hinblick auf die Bewahrung einer einmaligen Biodiversität – mit kulturellen und sozialen Aspekten zusammen. Die entstehenden naturnahen Wälder binden im Laufe von etwa 10 Jahren rund 300 Tonnen CO2 pro Hektar ein.

Genauso wichtig: im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung der struktur- und artenreichen Sekundärwälder erhalten viele Menschen der Bergbevölkerung wieder eine Perspektive. Ein weiterer Beitrag zur Armutsbekämpfung ist die schonende Entwicklung eines verantwortungsvollen Tourismus.

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Artikel in natur+kosmos 05/2009 mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift natur+kosmos.