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Beginn der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen

NatureLife fordert: "Je mehr CO2 ein Land ausstößt, desto mehr Klimaflüchtlinge soll es auch aufnehmen"


Stuttgart. Kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen (7.-18. Dezember 2009) fordert jetzt die Nachhaltigkeitsstiftung NatureLife-International (NLI), dass die Länder, die am meisten zum Treibhauseffekt beitragen, künftig auch die meisten Klimaflüchtlinge aufnehmen sollten. Demnach müssten vor allem die USA und China Millionen Klimaflüchtlinge – meist aus Ländern der sogenannten Dritten Welt – beherbergen. Laut Berechnungen von NatureLife müssten allein die USA bis zum Jahr 2035 rund 44 Millionen, China rund 38 Millionen und Deutschland rund 6 Millionen Klimaflüchtlinge aufnehmen (gemessen an rund 200 Millionen Klimaflüchtlingen bis zum Jahr 2035, berechnet nach dem Anteil am weltweiten CO2 Ausstoßes der Länder (Deutschland 3%, USA 22%, China 19%; Quelle Weltklimarat/IPCC)). "Wenn der Ausstoß von CO2 an die Aufnahme von Klimaflüchtlingen gekoppelt wäre, würden die Klimasünder China und USA voraussichtlich bald freiwillig verbindliche Richtwerte für Emissionen einführen", prophezeit Claus-Peter Hutter, Präsident von NatureLife und Mitautor des Buchreports "Die Erde schlägt zurück – Wie der Klimawandel unser Leben verändert".

"Den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren ist eine Sache. Wir vergessen jedoch allzu oft, dass bereits heute Menschen ihre Heimat wegen des Klimawandels verlieren und dadurch zu Klimaflüchtlingen werden", so Claus-Peter Hutter. Im Zuge des Klimawandels und einer ständig wachsenden Weltbevölkerung verschlechtern sich für Millionen von Menschen die bereits jetzt schon bedrohten Lebensgrundlagen. Als Folge bleibt vielen nur die Flucht aus ihrer Heimat. Sie werden zu Klimaflüchtlingen, die bislang von der Politik und Öffentlichkeit der westlichen Welt viel zu sehr ignoriert werden. Experten des Weltklimarats IPCC gehen davon aus, dass

bis zum Jahr 2035 weltweit über 200 Millionen Menschen als Klimaflüchtlinge unterwegs sein werden, heißt es in einer Pressemitteilung von NatureLife. NatureLife fordert deshalb, dass konsequenterweise die Staaten, die zu den Hauptverursachern des Klimawandels zählen, auch die meisten Klimaflüchtlinge aufnehmen sollten. So könnten auch leichter die Forderung nach verbindlichen Richtwerten für den Ausstoß von Treibhausgasen auf der UN-Klimakonferenz durchgesetzt werden. Durch die Zunahme der Flüchtlingsströme sind überall auf der Welt die Menschenrechte und Ökosysteme in Gefahr und somit die Sicherheitslage in vielen Regionen, so NatureLife Präsident Hutter. Weiterhin werden Krankheiten und Seuchen in die Zielländer Mitteleuropas und Nordamerikas eingeschleppt und der wirtschaftliche Fortschritt scheitert durch überforderte Bildungs- und Sozialsysteme.